Gute Gründe für einen Wechsel von 2D-CAD zu 3D und BIM für Architekten

8. April 2020

Wenn Sie die Fach- und Wirtschaftspresse lesen, bekommen Sie vielleicht den Eindruck, dass fast jedes Büro heutzutage in 3D oder sogar mit BIM arbeitet. Dabei gibt es immer noch viele Architekten, die den Umstieg scheuen. Schauen wir uns die Fakten genauer an.

 

Von 2D-CAD zu 3D-Planungssoftware wechseln

Der erste Schritt auf dem Weg von 2D zu 3D besteht darin, zu wissen, welche Funktionen Sie in Ihrer 3D-Planungssoftware überhaupt benötigen. Folgende Fragen sollten Sie sich daher stellen:

 

• Müssen Sie Ihre Planungsergebnisse in 2D, 3D oder einem Mix aus beiden liefern?

 

• Welche BIM-Anforderungen müssen Sie im Rahmen Ihrer Projekte erfüllen?

 

• Wie viele Informationen müssen Sie mit anderen Projektmitgliedern austauschen?

 

• Welche anderen Softwarepakete benötigen Sie für Ihre Planung (z.B. Rendering-Programme) und könnte ein 3D-Architekturprogramm diese Funktionen kombinieren und Ihnen langfristig Geld sparen?

 

• Welche weiteren Vorteile bieten Sie Ihren Kunden durch die Verwendung von 3D-Planungssoftware (z.B. virtuelle Rundgänge oder 3D-Druck), die bei 2D-Planungen nicht verfügbar sind?

 

• Können Sie mit Ihren aktuellen 2D-Methoden mit anderen Unternehmen konkurrieren, die eine 3D-Planungssoftware für Architekten verwenden?

 

Sobald Sie die Antwort auf diese Fragen haben, können Sie entscheiden, ob eine 3D-Planungssoftware für Ihr Unternehmen geeignet ist.

 

Was sind die Vorteile eines Umstiegs auf 3D und BIM?

Moderne BIM-Software für Architekten kann die Effizienz und Produktivität in der Designphase steigern, was gerade bei kurzen Planungszeiträumen von Vorteil ist. Konstruktionsänderungen zu integrieren ist damit auch wesentlich einfacher, da manuelle Updates und damit das Risiko von Designfehlern verringert werden.

 

Erhöhte Designpräzision ist ein weiterer Vorteil der 3D-Planungssoftware für Architekten. Kollisionsprüfungen können am Modell durchgeführt werden, um Kollisionen zwischen Elementen zu identifizieren. Sobald das Modell korrekt ist, können Mengen, Volumen, Zeitpläne und Kosten mithilfe integrierter Reporting-Tools schnell und einfach aus dem 3D-Modell abgeleitet werden. Dies spart Zeit und erhöht die Präzision.

 

Visualisierungen und Simulationen sind ein weiteres starkes Feature von 3D-Planungssoftware. Durch die Erstellung eines 3D-Modells erhalten Architekten die 2D-Ableitungen, die sie benötigen, und gleichzeitig eine präzise 3D-Visualisierung des Entwurfs. Darüber hinaus können virtuelle Simulationen der Konstruktionsphase durchgeführt werden, um genaue Kosten zu ermitteln, sodass die Kunden zu einem früheren Zeitpunkt die Kostensicherheit erhalten, die sie benötigen.

 

Das Arbeiten im 3D-Modell hilft zudem dabei, die Kommunikation innerhalb eines Projekts zu verbessern, indem Interpretationsspielraum von 2D-Plänen reduziert wird, und somit auch das Fehlerrisiko. Im Idealfall greifen die Projektbeteiligten auf ein an einem zentralen Ablageort einsehbaren stets aktuellen Planungsstand des Modells zu, anstatt in regelmäßigen Zeitabständen 2D-Unterlagen auszutauschen und gegebenenfalls mit einem überholten Informationsstand zu arbeiten. Dies ist insbesondere für Büros von Vorteil, die große Teams haben oder auf Freiberufler angewiesen sind, da das Kopieren und der Austausch aktueller Informationen zwischen allen Projektmitgliedern äußerst schwierig zu koordinieren sein kann.

 

Was sind die Nachteile eines Umstiegs auf 3D?

Ein wichtiger Punkt sind die Kosten für die Schulung des Personals und die Zeit, die notwendig ist, um mit der 3D-Planungssoftware vertraut zu werden. Selbstverständlich ist bei jedem Softwarewechsel eine Einarbeitungsphase notwendig. Diese kann jedoch verkürzt werden, wenn eine Software genutzt wird, mit der eine 2D- und 3D-Arbeitsweise möglich ist. Die Anwender können dann zunächst mit der vertrauten Methode in 2D arbeiten und sich schrittweise hin zur 3D-Arbeitsweise entwickeln.

 

Des Weiteren gibt es häufig Bedenken, dass detailliertere Informationen zu einem früheren Zeitpunkt des Projekts eingegeben werden müssen. Es ist jedoch möglich, einfache 3D-Modelle zu erstellen und deren Eigenschaften später in der Planung anzureichern. Dies erfordert allerdings einen sicheren Umgang mit der Software.

 

Bei kleineren Projekten stellen viele Architekten fest, dass die Kunden mit Handskizzen und ungefähren Mengen zufrieden sind, sodass die Erstellung eines 3D-Modells unnötig erscheint. Bei Abweichungen ist der daraus entstehende Kostenunterschied in der Regel gering. Allerdings bietet diese Methode keine Kostensicherheit und birgt ein vermeidbares Risiko. Zusätzlich kann die Möglichkeit, genaue Kosten- und Mengenberechnungen zu erstellen, dazu beitragen, mehr Projekte zu gewinnen und sich einen guten Ruf aufzubauen.

 

Fazit

Mit der zunehmenden Forderung nach BIM stellt sich nicht mehr die Frage: „Sollten wir auf 3D umsteigen?“, sondern vielmehr: „Wann?“. Da immer mehr Architekten auf die 3D-Modellierung und BIM umsteigen, wird es für diejenigen, die noch in 2D arbeiten, schwieriger, wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Umstellung auf die 3D-Arbeitsweise ist jedoch eine Entscheidung, die sorgfältig abgewogen werden muss, um sicherzugehen, dass Sie die beste Lösung für Ihre Anforderungen wählen. Wenn Sie überlegen, auf eine 3D-Planungssoftware für Architekturen umzusteigen, können Sie Allplan Architecture 30 Tage lang kostenlos testen.


 

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