Digitalisierung in der Architektur: Als Planungsbüro fit für neue Perspektiven

20. April 2017

Die Digitalisierung der Baubranche ist in vollem Gange – und mit ihr wandeln sich Architektur und Bauingenieurwesen. Computerbasierte Planungs- und Fertigungsprozesse bestimmen zunehmend die Arbeit im Planungsbüro. Mit der Industrie 4.0 eröffnen sich neue Potenziale: Brücken aus dem 3D-Drucker, Gebäudescan per Drohne und Internet-of-Things-Lösungen für den Bau - spannende Perspektiven, die alle Baubeteiligten vor neue Herausforderungen stellen. Umso wichtiger, dass Sie an Ihrem Arbeitsplatz im Planungsbüro fit dafür sind. Was Sie wissen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Museum of Glass in Tacoma, USA

© Sheila Sund, CC BY-2.0, https://www.flickr.com/photos/sheila_sund/23141813249/; Museum of Glass in Tacoma, USA

 

Total vernetzt: Interdisziplinäres Planen und Bauen

Building Information Modeling ist ein Treiber der digitalisierten Architektur. Mit BIM wird das Planen, Entwerfen, Errichten und Verwalten von Gebäuden und Infrastrukturanlagen ungleich effizienter. Doch die Digitalisierung von Architektur umfasst noch mehr: Industrie 4.0 und das Spannungsfeld von Robotik bis Systemmontage eröffnen neue Perspektiven für die gesamte Wertschöpfungskette. Dank digitaler Fertigung können maßgeschneiderte Bauelemente seriell gefertigt werden – und zwar für den kompletten Bauprozess, vom Entwurf über Baustellenlogistik und Gebäudebetrieb bis zum Recycling. Das birgt nicht nur ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Es gibt auch Planungssicherheit – bei großen Projektentwicklungen ebenso wie bei kleineren Bauvorhaben.

Von der innovativen Kür zur Pflicht

Die Digitalisierung der Architektur spart nicht nur Zeit und Geld, sie macht auch vieles möglich. Brückenbau aus dem 3D-Drucker, Scannen von Bestandsgebäuden für Wartungs- und Dokumentationsleistungen per Drohne, Virtual-Reality-Brillen bei der 3D-Visualisierung für den Kunden und Internet-of-Things-Technik, wie intelligente Sicherheitshelme: in der digitalen Architekturproduktion kann das schon bald Alltag sein. Denn aus der Kür wird Pflicht. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat einen Stufenplan entwickelt, um das digitale Planen und Bauen stärker voranzubringen. In Frankreich, den Niederlanden und England ist BIM schon heute Standard bei öffentlichen Ausschreibungen. Deshalb soll Deutschland jetzt nachziehen. Bis 2020 wird die komplett digitalisierte Baurealisation für öffentliche Infrastrukturprojekte vorgeschrieben sein.

 

Spielerisch lernen hinter farbigen Fassaden: Die Evangelische Grundschule in Karlsruhe.

 

Neue Qualifikationsanforderungen am Arbeitsplatz

Doch nicht nur die „BIM-Kompetenz“ wird in Zukunft mit darüber entscheiden, wer einen Auftrag an Land zieht. Auch die Rekrutierung geeigneter Fachkräfte ist von enormer Bedeutung für den Erfolg am Markt. Denn Digitalisierung lässt sich nur mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern erfolgreich umsetzen. Neben Industrie 4.0 ist deshalb auch Berufsbildung 4.0 ein Thema, um das kein Unternehmen herum kommt. Neueste Erkenntnisse aus einem Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigen: Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt geht ein immer schnellerer Wandel von Berufen und Tätigkeiten einher. Die zunehmende Nachfrage nach mehr technologiegestützten Dienstleistungen wird ganze Branchen neu ordnen. Dieser Strukturwandel hat Folgen für die Qualifikationsanforderungen am Arbeitsplatz. Aufgrund der Digitalisierung sind künftig weniger Arbeiten auf Fachkräfteebene gefragt, dafür aber mehr hochkomplexe Tätigkeiten – zum Beispiel im IT-Bereich oder bei der Betreuung und Steuerung von Prozessen.

 

Besser gut vorbereitet

Als Planungsbüro sind Sie gut beraten, das Thema Digitalisierung in der Architektur aktiv anzugehen und die notwendigen Veränderungen vorzunehmen, um Ihr Unternehmen möglichst reibungslos auf computergestützte Architekturproduktion und BIM-Software umzustellen. ALLPLAN hat dazu ein Whitepaper veröffentlicht, das wichtige Aspekte aufzeigt.

 


 

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