Avantgarde der Hybridhochhäuser: One Forty West

11. September 2019

Kein normales Hochhaus: One Forty West ist Teil einer funktionellen Avantgarde, die gerade erst das Parkett deutscher Großstädte betritt. Der Luxusbau wartet zudem mit edler Bewehrung auf.  

 

Der Name klingt nach New York, doch statt in Manhattan entsteht One Forty West in „Mainhattan“. Ähnlich wie in der Stadt, die niemals schläft, würde man in Deutschlands Finanzhauptstadt den Bau eines weiteren 140-Meter-Kolosses zwar registrieren, etwas Besonderes wäre er aber wohl eher nicht. One Forty West ist allerdings auch nicht deswegen besonders, weil er diese Höhe erreicht, sondern weil er neben dem OMNITURM der bislang einzige Turm mit Hybridnutzung in Frankfurt sein wird. Derzeit beschränkt sich diese „Avantgarde“ von Hochhäusern mit gemischten Funktionen in Deutschland noch auf eine Hand von Projekten. Darüber hinaus wartet das Gebäude mit jeder Menge Luxus – und einer Bewehrung vom Feinsten – auf.

 

Luxus in bewegtem Gewand

Zugegeben, was auf dem Gelände des 2014 gesprengten AfE-Turms entsteht, ist nichts für den kleinen Geldbeutel: Auf die Tiefgarage folgt der Weinkeller, darüber befindet sich die zweigeteilte Wohn- und Hotellobby. Ein Vier-Sterne-Plus-Hotel mit 430 Zimmern und neun Konferenzräumen belegt die Etagen drei bis 23, zwischendurch unterbrochen von zwei schicken Restaurants auf Etage 15. 93 Mietwohnungen befinden sich zwischen dem 24. und 31. Obergeschoss, 94 Eigentumswohnungen auf den Etagen 32 bis 40. Wer hier wohnt, wohnt also oben – 24-Stunden-Concierge-Service inklusive.

 

Versüßt wird das ohnehin schon süße Leben in One Forty West zusätzlich durch die aufsehenerregende Architektur von cyrus | moser | architekten. Eine unten weitgehend glatte Fassade löst sich ab dem 15. Obergeschoss in spiralförmig rotierende Balkone auf, die dem Gebäude ein dynamisches Alleinstellungsmerkmal verleihen.

 

Bewährte hochfeste Bewehrung

Neben seiner „avantgardistischen“ Mischnutzung hat One Forty West auch Konstruktives mit dem OMNITURM gemein: eine Bewehrung aus hochfestem Bewehrungsstahl SAS 670 vom Stahlwerk Annahütte (SAH). Da diese Eisen bis zu 34 Prozent mehr Last übertragen können als herkömmlicher Betonstahl B500B, lässt sich die notwendige Bewehrungsfläche deutlich reduzieren und somit Material, Arbeit und letztendlich auch Platz sparen – ein schlagendes Argument für Städte mit hohen Grundstückspreisen wie Frankfurt. Dank eines endlosen schraubbaren Grobgewindes können die Stäbe an jeder Stelle gekürzt oder verlängert sowie Übergreifungsstöße durch Muffenstöße vermieden werden. Das warmgewalzte Grobgewinde ist außerdem gegen mechanische Beschädigung unempfindlich.

 

In Frankfurt kam die Hochleistungsbewehrung bislang übrigens nicht nur im OMNITURM, sondern auch im Opern- und TaunusTurm zum Einsatz. Weitere prominente Beispiele sind etwa das One World Trade Center, 432 Park Avenue oder das Museum of Modern Art (MoMA) in New York, um nur einige zu nennen. Zur „Hybridhochhausavantgarde“ zählen wiederum deutschlandweit noch Upper West in Berlin und der ebenfalls im Bau befindliche Elbtower in Hamburg.

 

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