Baugrubenmodell: BIM im Spezialtiefbau

3. Januar 2024

Die Ingenieur:innen von Geotek zeigen, warum sich die Umstellung von traditioneller auf BIM-basierte Planung auch im Spezialtiefbau lohnt.

Erfahrene Ingenieur:innen kommen im Spezialtiefbau auch im digitalen Zeitalter mit reiner 2D-Planung noch immer beeindruckend weit. Es gibt jedoch entscheidende Punkte, an denen traditionelles Planen an seine Grenzen stößt. So lassen sich etwa komplexe Geometrien nur in 3D-Modellen gut verständlich darstellen. Das erleichtert gleichwohl die Kommunikation, wenn es beispielsweise darum geht, Kund:innen von einer sinnvolleren Variante zu überzeugen, die vom ursprünglichen Auftrag abweicht. Und nicht zuletzt ermöglicht nur ein BIM-Modell BIM-basiertes Arbeiten – was wiederum vielfältige Effizienzgewinne und Mehrwerte in sämtlichen Phasen und auf allen Ebenen eines Bauprojekts erschließt. Aus all diesen Gründen sind auch die Spezialtiefbau-Expert:innen von Geotek inzwischen auf eine BIM-basierte Planung umgestiegen.

Bild_02_Grundriss_Baugrubensicherung© zvg; Grundriss Baugrubensicherung

Die ehemalige Engineering-Abteilung der Ghelma AG Spezialtiefbau (GSTB) wurde 2018 in ein eigenständiges Ingenieurbüro umgewandelt. Seit 2021 arbeiten Geotek Ingenieure mit Allplan. Vor allem von dem Add-On Baugrube ist man in dem Ingenieurbüro begeistert. Geschäftsleiter Julian Wenger erzählt: „Das Beste für uns ist die einfache Modellierung des Baugrubenmodells mit Allplan: Nach wenigen Mausklicks werden die bevorstehenden Herausforderungen ersichtlich oder erscheinen transparenter. Das ist für uns ein enormer Vorteil.“

Bild_03_Längsschnitt_Baugrubensicherung© zvg; Längsschnitt Baugrubensicherung

Ein 2023 fertiggestelltes Projekt bei Vechingen veranschaulicht diesen und weitere Vorteile der Baugrubenplanung in Allplan. Hier galt es eine Baugrube für ein Doppelhaus, ein Mehrfamilienhaus und eine dazugehörige Tiefgarage zu planen. Durch die Hanglage des Grundstücks kam die 40 Meter lange und 18 Meter breite Grube auf bis zu 13,5 Meter Höhe. Die Schwierigkeit: Die Baugrubensicherung hatte innerhalb der Parzellenfläche zu erfolgen, während jedoch Baugrubenanker nur mit einer Länge von maximal 4,5 Metern eingesetzt werden konnten. Eine innovative Lösung musste also her. Die Ingenieur:innen entschieden sich daher für eine Ausführung in sogenannten Mikropfahlständerwänden.

Baugrubenplanung in Allplan: Smart Parts und andere Mehrwerte

Bei letzteren handelt es sich um eine eigens von Ghelma entwickelte Speziallösung, die in ihrer Funktion einem Großbohrpfahl gleichkommt. Anders als dieser lässt sich die MPS-Wand jedoch mit wesentlich kleinerem Gerät bohren – ein enormer Vorteil in schwieriger Hanglage. Um die Spezialwände nun auch in Allplan als BIM-Bauteile modellieren zu können, entwickelten die Ingenieur:innen zusammen mit ALLPLAN Smart Parts von diesen.

Bild_04_Julian_Wenger_Geotek© ALLPLAN Schweiz AG; Julian Wenger, Geschäftsleiter Geotek AG, Meiringen

Unterm Strich, so Julian Wenger, wende Geotek für die BIM-basierte Planung im Vergleich zu früher nun zwar mehr Zeit auf, doch gewönne man diese allein schon durch die Generierung der Massen und Stücklisten aus dem Modell zurück. Darüber hinaus nutze das Büro seine Modelle auch für die Definition der Überwachung der Baugruben – ein weiterer Mehrwert. Julian Wenger zeigt sich äußerst zufrieden: „Mit dem Add-On Baugrube von Allplan haben wir genau das Produkt, welches wir uns gewünscht hatten, und Allplan unterstützt uns in der Weiterentwicklung mit der Umsetzung spezieller Wünsche immer sehr engagiert.“

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