Wie industrielles Bauen die Baubranche digitalisiert

7. Juli 2021

Experten aus der Baubranche sagen Fertigteilen eine glänzende Zukunft voraus: 5,3% pro Jahr soll die globale Betonfertigteilbranche zwischen 2021 und 2028 durchschnittlich wachsen. Im Jahr 2020 betrug der Markt für Betonfertigteile bereits rund 92,14 Mrd. USD und soll 2028 auf über 139,33 Mrd. USD ansteigen[1]. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Baubranche insgesamt soll allerdings laut Global Construction Report bei nur rund 3,2% jährlich liegen. Warum speziell industrielles Bauen schneller wächst als die restliche Bauindustrie, erklärt sich mit den zahlreichen Vorteilen dieser Technologie.

Vorfertigung bringt Fixpreise, Termintreue und Präzision

Bei der Verwendung von Fertigteilen werden Gebäudeteile in Produktionshallen millimetergenau vorgefertigt und anschließend just-in-time auf die Baustelle transportiert. Dort übernimmt ein Kran die Montage und hebt die Fertigteile an die richtige Stelle.

Welche Vorteile bietet nun das industrielle Bauen konkret? Es bringt die Vorzüge der Industrialisierung ins Bauwesen und sorgt damit für mehr Effizienz, kürzere Durchlaufzeiten und höhere Präzision. Ein weiterer großer Vorteil ist die außerordentliche Verlässlichkeit der Kosten- und Zeitplanung - gerade vor dem Hintergrund, dass konventionelle Bauprojekte laut McKinsey üblicherweise 20 % länger dauern als geplant und um bis zu 80 % mehr kosten. Bei Fertigteilbau-Projekten hingegen profitieren Bauunternehmen von Fixpreisen und verbindlichen Lieferterminen. Hintergrund für die hohe Verlässlichkeit sind eine exakte Produktionsplanung und die präzise Ansteuerung der Produktionsmaschinen.

Auch die Produktionsbedingungen spielen eine maßgebliche Rolle: in Hallen wird – völlig unabhängig vom Wetter - eine gleichmäßig hohe Qualität der Betonfertigteile sichergestellt. Die passende Software sorgt dafür, dass die eingesetzten Rohstoffe optimal dosiert und die Bewehrungsmengen im Vergleich zu Ortbeton erheblich reduziert werden können.

Ressourcenschonendes Bauen dank Fertigteilen

Auch in Bezug auf Nachhaltigkeit punkten Betonfertigteile: Beton besteht zu 100% aus Naturmaterialien, die in nächster Nähe gewonnen und verarbeitet werden. Außerdem lässt sich der Baustoff nahezu vollständig recyceln und wird dann beispielsweise für den Straßenbau eingesetzt. Überdies entwickelt die Forschung immer neue Wege, um den ökologischen Fußabdruck von Beton und insbesondere von Zement weiter zu verringern. Dank der kurzen Errichtungszeit profitieren die Anrainer von verringerter Lärm- und Staubbelastung. Betonfertigteile verfügen weiters über eine herausragende Dauerhaftigkeit und sind in höchstem Maße feuerbeständig.

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Spezialisierte Software für Fertigteilplanung von ALLPLAN

Die industrielle Vorfertigung von Bauteilen ermöglicht der Bauindustrie, die Produktivitätssteigerungen zu erfahren, von der die Automobilbranche schon seit Jahren massiv profitiert. Kein Wunder, dass Vordenker wie Tesla schon lange beim Bau ihrer neuen Produktionshallen auf Betonfertigteile setzen. Die Fertigteilindustrie kann somit als Role Model für die Digitalisierung der gesamten Baubranche dienen.

Neue Wege der Planung erfordern jedoch auch ein Umdenken, was die geeigneten Werkzeuge betrifft. Daher ist für einen Umstieg auf jeden Fall ein verlässlicher Softwarepartner wichtig, der auf die Planung von Fertigteilen spezialisiert ist. Das Competence Center Allplan Precast kennt die besonderen Anforderungen der Fertigteilbranche genau und entwickelt speziell dafür seine Softwarelösungen Planbar und Tim ständig weiter. Deswegen vertraute die Gigafactory Berlin bei den Treppen und Treppenpodesten ganz auf DIE Software zur Fertigteilplanung Planbar. Erfahren Sie hier, wie Planbar gewinnbringend bei der Planung und Herstellung der Treppen eingesetzt wurde.

[1] Quelle: Market Analysis Report, Februar 2021, https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/precast-concrete-market


 

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