Schnell & einfach: Mit BIM von 2D zu 3D

16. Dezember 2016

Erkennen Sie sich wieder? Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation arbeitet jeder zweite befragte Planer (Generalplaner, Architekt, Fachplaner) anhand einer 2D-Zeichnung. 20 Prozent planen mit 3D-Modellen und 9 Prozent entwickeln ihre Projekte mit Hilfe von Gebäudeinformationsmodellen (BIM). 43 Prozent verwenden häufig oder immer, zumindest für die Erstellung der Geometrie, 3D-Modelle.

 

Architektur

© fotolia / Sergey Nivens

 

Ziel der Studie war es, den IST-Zustand hinsichtlich eingesetzter Planungs- und Fertigungsmethoden zu identifizieren und Probleme in den Bauprozessabläufen herauszufiltern. Knapp 400 Befragte haben an der Umfrage teilgenommen. Dabei ergaben sich weitere Erkenntnisse: 69 Prozent der Befragten gleichen ihre verschiedenen Planungsinhalte und –stände mit Hilfe von 2D-Dateien ab und nicht mehr anhand von Papierplänen. Lediglich 15 Prozent vertrauen immer noch auf Papierpläne. In 29 Prozent der Aufträge zur Fertigung von Bauteilen, dienen 2D/3D Planungsdaten immer oder häufig als Grundlage für ein eigenes Modell.

Die Ergebnisse der Studie zeigen aber dennoch: ein Großteil der Planungsbüros in Deutschland arbeitet immer noch mit 2D-Dateien und Papierplänen und sieht auch keinen Anlass sich mit anderen Planungsmethoden zu befassen.

 

Hier stellt sich die Frage: Warum? Ein Grund, den viele Befragte angegeben haben: ein 3D-Modell zu erstellen nimmt mehr Zeit in Anspruch. Aber ist das wirklich so? Wir haben den Test gemacht. Und siehe da: Behauptung widerlegt.

 

 

Ein 3D-Modell bietet gegenüber einem 2D-Modell viele Vorteile. Während bei einem 2D-Modell alle Teile einzeln eingezeichnet werden müssen, können Sie bei einem 3D-Modell aus einer Bibliothek bereits fertige Elemente wie Türen, Tore und Fenster wählen. In 2D hingegen müssen alle Anschläge und Symbole aus einzelnen Linien gezeichnet werden.

 

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In einem 3D-Modell werden Flächen automatisch berechnet und Mengen können direkt ermittelt werden. Somit ist Ihre Arbeit nicht nur effektiver, sondern Sie sind auch flexibler in der Gestaltung. Durch eine 3D-Planung können Sie einen genauen Überblick behalten und Korrekturen schneller und einfacher durchführen. Und das Ganze nur einmal. Denn die Korrekturen werden automatisch auf all Ihre Pläne und Listen übertragen. Dadurch werden lästige Planungsfehler und unnötige Kosten vermieden.

 

Bauplan

© fotolia / Gina Sanders

 

Eine Verwendung der BIM-Methode bringt somit nur Vorteile mit sich. Bis diese allerdings in Deutschland flächendeckend eingeführt wird, dauert es wohl noch eine Weile. Laut einer durchgeführten BIM-Umfrage gehört ein Drittel aller deutschen Umfrageteilnehmer zum Kreis der Nicht-BIM-Nutzer. In Großbritannien ergibt sich da ein anderes Bild. Hier kennen nicht nur bereits 50 Prozent der Befragten BIM, sondern arbeiten auch mit der Methode. Sowohl bei einfachen Planungen als auch bei aufwendigen Projekten.

 

Großbritannien gilt hier als großer Vorreiter, schließlich wurde hier am 01. Januar 2016 BIM als verbindliche Methode für öffentliche Bauprojekte eingeführt. In Deutschland gibt es seit kurzem einen Stufenplan zur partiellen Einführung. Wann dieser abgeschlossen ist, steht aber noch nicht fest.

 


 

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