Mit ALLPLAN wird BIM Alltag - Im Gespräch mit Markus Tretheway

3. März 2017

An BIM geht kein Weg vorbei! Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und macht auch vor der Baubranche keinen Halt. Markus Tretheway, Vice President Product Management, spricht in unserem Interview über den Vormarsch von BIM und wie bim+ die disziplin-übergreifende Zusammenarbeit ermöglicht.

 

Markus Tretheway, Vice President Product Management ALLPLAN

© ALLPLAN; Markus Tretheway, Vice President Product Management ALLPLAN

 

Herr Tretheway, was kommt in naher Zukunft auf die Baubranche zu?

Klar ist, an BIM geht kein Weg vorbei! Auch die Baubranche kann sich der Digitalisierung nicht entziehen. Im Gegenteil - für alle in der Branche schlummern hier riesige Chancen. Zum Beispiel wird sich die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen enorm verbessern. Stellen Sie sich vor, dass Sie nicht mehr aufwendig und fehleranfällig Daten austauschen müssen. Jeder Experte sollte zu jeder Zeit die für ihn wichtigen Daten stets aktuell zur Verfügung haben. So kann er seine Arbeit bestmöglich erledigen. Genau dafür hat ALLPLAN schon heute eine Lösung. Entscheidend wird es sein, dass möglichst alle die Chancen, die das Arbeiten nach der BIM-Methode für jeden bietet, erkennen und nutzen. Dann wird die gesamte Branche profitieren und wir werden die immensen Erwartungen der Bauherren, Finanziers und Nutzer der Bauwerke besser als bisher erfüllen können.

 

In Kombination mit der offenen BIM-Plattform "bim+" unterstützt "Allplan 2017" die disziplin-übergreifende Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten im Sinne von Building Information Modeling (BIM), hier zu sehen am Beispiel der Grundschule in Borgo Valsugana

© In Kombination mit der offenen BIM-Plattform "bim+" unterstützt "Allplan 2017" die disziplin-übergreifende Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten im Sinne von Building Information Modeling (BIM), hier zu sehen am Beispiel der Grundschule in Borgo Valsugana (Architekt: Gianluca Perottoni Architetto; Visualisierung: ALLPLAN)

 

Seit Jahren wird von BIM gesprochen. Warum soll gerade jetzt der Knoten platzen?

In Deutschland hinken wir der internationalen Entwicklung leider hinterher. Mit dem Ende 2015 vorgestellten Stufenplan von Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sind wir ein gutes Stück vorangekommen, und ein gesetzliches Rahmenwerk ist in Sicht. In der Praxis sind wir aber auch in Deutschland schon viel weiter. Wir müssen uns international keinesfalls verstecken. Die neue Generation der Architekten und Bauingenieure ist mit CAD aufgewachsen. Viele dieser Experten sind es gewohnt, intelligente Modelle zu erstellen. Sie wissen um die vielen Vorteile. Um nur drei zu nennen: Erstens, Fehler werden früher erkannt und können schnell und durchgängig behoben werden. Zweitens wird der gesamte Planungs- und Bauprozess effizienter, weil er teilweise automatisiert werden kann und sehr früh sehr zuverlässig Kosten ermittelt werden können. Nicht zu vergessen ist, dass mithilfe von 3D-Modellen die Ideen der Planer auch viel besser dargestellt werden können. Und drittens ist es entscheidend, dass wir heute über noch bessere Technologien verfügen, um BIM im Alltag noch wirksamer werden zu lassen.

 

Wissen Sie wie sich die BIM-Planungsmethode bisher in der Praxis durchgesetzt  hat? Hier finden Sie 11 Fakten ...

Welche Unterstützung kann ALLPLAN leisten?

Wir haben die neue Generation unserer BIM-Lösungen vorgestellt, mit der vor allem die Zusammenarbeit über die Disziplinen und Werkzeuge hinweg erheblich einfacher wird. Für unsere Kunden ist es wichtig, dass sie mit ihren Planungspartnern reibungslos zusammenarbeiten können. Das wollen sie mit den ihnen bekannten und vertrauten Werkzeugen tun. Deshalb tut ALLPLAN viel dafür, praxistaugliche Lösungen auf Basis offener Standards zur Verfügung zu stellen. OpenBIM ist für uns mehr als ein Schlagwort. Von Anfang an ist es immer das Ziel von ALLPLAN gewesen, die Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten zu optimieren. Mit bim+, unserer offenen BIM-Plattform, wird die modellbasierte Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten einach und zuverlässig.

 

Das Task Board in "Allplan 2017" ermöglicht fachübergreifenden Teams die Kommunikation in Echtzeit, hier am Beispiel der Wohnanlage in Neufahrn bei München

© Das Task Board in "Allplan 2017" ermöglicht fachübergreifenden Teams die Kommunikation in Echtzeit, hier am Beispiel der Wohnanlage in Neufahrn bei München (Ingenieur: Muckingenieure - Innovative Tragwerksplanung; Visualisierung: ALLPLAN)

 

Und Sie verraten uns gar nichts über die Zukunft?

Ein klein wenig kann ich Sie natürlich in unsere Werkstatt hineinschauen lassen. Ich bin davon überzeugt, dass in einer BIM-Welt eine Reihe traditioneller Abläufe über den Haufen geworfen werden. Davor müssen wir keine Angst haben. Die heutigen BIM-Werkzeuge, "ALLPLAN" nicht ausgenommen, sind komplexe Multifunktionswerkzeuge. In einer BIM-Welt brauchen die Akteure Werkzeuge, die optimal zusammenarbeiten und dabei die rollenspezifischen Bedürfnisse der einzelnen Experten optimal erfüllen. Usability und Konnektivität sind die zentralen Stichworte. bim+ wird in Zukunft eine noch wichtigere Rolle als heute spielen. Als zentrale und offene Plattform für den Austausch von Modellen und Daten, als Arbeitsumgebung, die die verschiedensten Experten reibungslos zusammenarbeiten lässt und dabei optimal in ihrer Arbeit unterstützt. Genau daran arbeiten wir.

 


 

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