Integrale Planung: Ganzheitliches und nachhaltiges Arbeiten mit BIM

[fa icon="calendar"] 7. August 2017

Die Integrale Planung bezeichnet eine interdisziplinäre Vorgehensweise zur ganzheitlichen Betrachtung eines Bauwerks von der Planung über die Ausführung bis zur Nutzung. Unterschiedliche Fachdisziplinen, Bauherren, Investoren und Nutzer eines Bauwerks arbeiten dabei bereits in frühen Planungsphasen eng zusammen. Im Mittelpunkt stehen ein lösungsorientiertes Miteinander und eine intensive sowie präzise Kommunikation während des gesamten Prozesses. Doch erst in Kombination mit dem Building Information Modeling (BIM) erreicht die Integrale Planung ihre volle Effektivität und Wirtschaftlichkeit. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie diese beiden Arbeitsmethoden zusammenwirken und welche Vorteile daraus entstehen.


Gotthard-Basistunnel

© Gähler und Partner AG; Gotthard-Basistunnel

 

BIM als logische Fortführung der Integralen Planung

BIM erfordert eine integrierte Arbeitsweise. Diese Methode passt deshalb sehr gut mit der Integralen Planung zusammen, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und per se integriert arbeitet. Mit BIM arbeiten Fachplaner aus verschiedenen Disziplinen bereits in den frühen Phasen eines Projektes zusammen, um ein Bauwerk zu planen. Ihre jeweiligen Teilmodelle werden in ein zentrales digitales 3D-Modell zusammengeführt, das nicht nur in der Planungsphase, sondern auch während des Bauprozesses und der anschließenden Betriebsphase genutzt werden kann.

 

Wenn die Partner eines Projekts die Integrale Planung mit BIM kombinieren, können sie komplexe Bauwerke wie zum Beispiel den Gotthard-Basistunnel mit höherer Kosten- und Terminsicherheit durchführen. Wichtig ist dabei, dass sie sich frühzeitig auf wenige und sinnvolle Planungsvarianten festlegen und an diesen weiterarbeiten. In diese Phase gehören auch Abstimmungen zu:

  • spezifischen Nutzeranforderungen,
  • ökonomischen Rahmenbedingungen und
  • konstruktiven Herausforderungen.

Je früher diese Parameter festgelegt sind, desto schneller können Architektur- und Ingenieurbüros komplexe Bauvorhaben planen.

 

Gotthard-Basistunnel

© AlpTransit Gotthard AG; Gotthard-Basistunnel

 

Die Vorteile: Transparenz, Kommunikation und Kooperation

Die integrierte Arbeitsweise ermöglicht, vor Baubeginn Fehler zu erkennen und frühzeitig Lösungen dafür zu entwickeln. Zudem haben alle Projektbeteiligten jederzeit und von überall aus Zugriff auf die relevanten Daten zum Bauvorhaben. Damit steigt die Transparenz sichtlich, die Kommunikation und das Informationsmanagement werden einfacher, das Miteinander gestaltet sich ganzheitlich und nachhaltig.

 

57 Kilometer lang, bis zu 2300 Meter tief und 28,2 Millionen Kubikmeter Gestein: Der Gotthard-Basistunnel ist ein Projekt der Superlative.

 

Wie viele andere Branchen hat sich auch die Baubranche internationalisiert. Neben dem Management der zahlreichen Schnittstellen zu den unterschiedlichen Gewerken und Fachplanern, den Bauherren, Investoren und Institutionen kommen weitere Herausforderungen auf die Büros zu. Dazu zählen etwa regionale Besonderheiten oder Sprachbarrieren. Ein interdisziplinärer, ganzheitlicher Ansatz, der mit der Integralen Planung und BIM umgesetzt werden kann, lohnt sich in diesen Fällen von Anfang an.

 

Zudem fordern Auftraggeber immer mehr Sicherheit und Qualität bei Bauprojekten. Diese können Architekten und Ingenieure jedoch nur durch eine entsprechende Arbeitsweise gewährleisten. Wer sich entscheidet, ganzheitlich integriert zu planen und zu arbeiten, erschließt sich damit auch neue Geschäftsfelder – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber den Mitbewerbern entsteht.

 

Kombinierte Arbeitsmethoden führen in der Architektur und im Ingenieurbau zum Erfolg

Das schweizerische Generalplanungsunternehmen Gähler und Partner AG ist ein Spezialist der Integralen Planung. Bereits seit vielen Jahren setzt das Büro auf diesen ganzheitlichen Ansatz in einer BIM-Umgebung. Erfahren Sie in unserem Whitepaper „Kollaboration und integrierte Planung als Erfolgsrezept“, wie sich ihre Zusammenarbeit mit den Planungspartnern gestaltet, wo die Herausforderungen liegen und welche weiteren Vorteile es gibt.

 


 

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