5 gute Gründe, warum Architekten in 3D planen sollten

12. Januar 2018

Die 3D-Modellierung in Kombination mit der 2D-Entwurfsplanung gehört zu den wichtigsten CAD-Trends des Jahres 2017. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der US-amerikanischen Business Advantage Group. Was in der Automobilbranche längst selbstverständlich ist, setzt sich in der Architektur nur sehr zögerlich durch. Viele der Befragten begründen das mit dem erhöhten Aufwand. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Die Vorteile überwiegen deutlich.

 5 gute Gründe, warum Architekten in 3D planen sollten

© ALLPLAN GmbH

 

Digitale Arbeitsmethoden gehören längst zum Standard bei Architekten wie E-Mail, Smartphones oder Tablets. Kalkulations-, Ausschreibungs- und CAD-Software sind gängige Tools im Planungsalltag. Doch während die Automobilindustrie mit selbst lenkenden Modellen aufwartet, nutzen viele Architekten ihre CAD-Software häufig noch wie ein Reißbrett. Das liegt zum einen daran, dass die Akzeptanz von 2D-Zeichnungen nach wie vor vorhanden ist. Zum anderen bedeutet eine Umstellung aber auch die Aufgabe lieb gewonnener Gewohnheiten und eine zeitaufwändige Umstellung von Prozessen. Warum Architekten dennoch auf die 3D-Planung setzen sollten, haben wir hier zusammengefasst:

 

1. Wettbewerbsfähig dank 3D

Mittlerweile erkennen immer mehr Länder die Vorteile der digitalen Planung und erarbeiten einheitliche Standards und Verfahren, um Daten vielfältiger nutzen zu können. Sind diese erst einmal etabliert, wird das auch Konsequenzen für die Architekten mit sich bringen, da 2D-Pläne den Anforderungen nicht mehr genügen werden. Denn schon heute steht fest: Wer künftig konkurrenzfähig bleiben will, kommt an der 3D-Planung nicht vorbei.

 

In unserem Whitepaper „5 gute Gründe, warum Architekten in 3D planen sollten“ erfahren Sie noch mehr darüber, wie Sie durch das Arbeiten mit 3D-Modellen zu mehr Transparenz und Planungssicherheit gelangen.

 

2. Vielfältige Möglichkeiten der Visualisierung

Viele Architekten nutzen 3D-Modelle zu Präsentationszwecken bei Bauherren oder Investoren oder in Wettbewerben. Meist handelt es sich dabei um zusammengefügte 3D-Körper mit realitätsnahen Texturen und Oberflächen, die der visuellen Darstellung dienen. Mit echten 3D-Modellen sind sie aufgrund der fehlenden Datenbasis nicht vergleichbar. Ein echtes 3D-Modell ist ein digitales Abbild des späteren Bauwerks und bietet bereits in der Entwurfsphase vielfältige Möglichkeiten der weiteren Nutzung – angefangen von Virtual Reality bis hin zum 3D-Druck.

 

Virtual Reality macht das 3D-Modell für Planer und Bauherren erlebbar. Wie hoch ist eine Decke, wie groß sind die Fenster, wie ist der Sonnen- und Schattenverlauf über das gesamte Jahr, wie wirken unterschiedliche Materialien oder wie ist die Atmosphäre eines Raumes? Diese Informationen lassen sich mithilfe der virtuellen Realität deutlich besser vermitteln als mit klassischen Renderings oder Videos. Planungsfehler werden somit früher erkannt und können noch vor Beginn der Bauphase behoben werden.

 

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Mithilfe von 3D-Druckverfahren können binnen kurzer Zeit Architektur- oder Umgebungsmodelle erstellt werden, was gerade bei Wettbewerben ein großer Vorteil ist. Vor allem organische Formen oder filigrane Strukturen werden so greifbar und verständlich – und zwar in flexibel wählbaren Maßstäben und als Farbdruck mit realitätsnahen Oberflächen.

 

3. Zeitersparnis und Fehlervermeidung

Investoren und Bauherren verlangen heutzutage nicht nur eine fehlerfreie Planung und Errichtung eines Gebäudes. Vielmehr fordern sie auch sämtliche Gebäudedaten für die spätere Bewirtschaftung ein. Viele große Architekturbüros erarbeiten bereits in frühen Entwurfsphasen computergenerierte Formen und drucken diese mit 3D-Druckern aus. Die Vorteile liegen auf der Hand: Vom Entwurf über die Werkplanung bis hin zum vollständigen Bauwerk, inklusive Raumbuch, Haustechnik und Möblierung unter Einbeziehung aller Fachplaner kann das 3D-Modell ständig verändert und erweitert werden. Anders als bei der 2D-Arbeitsweise, wo bei jeder Änderung alle Ansichten und Schnitte manuell aktualisiert werden müssen. Somit können bereits kleinste Änderungen zum Tagesprojekt werden.

 

4. Mehr Transparenz in der Planung

Neben Zeitersparnis und Fehlervermeidung bedeutet digitale Planung vor allem Transparenz für alle Beteiligten – über Länder- und Sprachgrenzen hinweg: Kollisionen lassen sich einfach identifizieren, Einbau- und Wartungsszenarien sind jederzeit prüfbar. Der Entwurf lässt sich einfacher mit Ingenieuren und Haustechnikern abstimmen. Die Qualität der Leistungsanteile der einzelnen Fachplaner ist leichter prüfbar und die Planungsqualität insgesamt steigt.

 

5. Der Einstieg in BIM

Neben geometrischen Informationen kann das 3D-Modell auch mit alphanumerischen und physikalischen Informationen angereichert werden. So wird das „einfache“ 3D-Modell zum BIM-Modell. Das BIM-Modell steht allen am Projekt Beteiligten zur Verfügung und dient dem Informationsaustausch. Es ermöglicht Bauwerks- und Ablaufsimulationen und schafft somit eine allumfassende Transparenz im Lebenszyklus von Bauwerken.

 


 

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