Ufo, Nest und Blütenkelch - 5 bemerkenswerte Gebäude zum Staunen

22. Januar 2018

In Natur und Technik gibt es die erstaunlichsten Formen wie Blüten, Vogelnester oder unbekannte Flugobjekte. Und manchmal greifen Architekten und Ingenieure diese Bilder auf, um sie in bemerkenswerte Bauwerke umzuwandeln. In ihrer expressionistischen Ausdrucksweise entwickeln sich dann diese Gebäude – ob Stadion, Museum oder Hotel – zu außergewöhnlichen Wahrzeichen ihrer jeweiligen Stadt. Fünf davon stellen wir in diesem Beitrag vor.

 

Museum de Arte Contemporânea in Niterói

© Pixabay / WagnerKiyoshi, https://pixabay.com/de/oscar-niemeyer-rio-de-janeiro-1087668/; Museum de Arte Contemporânea in Niterói

 

Besuch von einem fernen Planeten: Das Museum de Arte Contemporânea in Niterói

Kein geringerer als der brasilianische Stararchitekt Oscar Niemeyer (1907-2012) errichtete in Niterói, einem Vorort von Rio de Janeiro in Brasilien, das Museum für zeitgenössische Kunst. In seiner Form erinnert es an ein UFO.

 

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Das 1996 eröffnete Gebäude steht auf einer zylindrischen Basis mit einem Durchmesser von neun Metern. Das ehemals zylindrische Wasserbecken darunter ist mittlerweile einer Freifläche gewichen. Das Museum selbst erreicht eine Höhe von 16 Metern und einen Durchmesser von exakt 50 Metern. Die Fenster, die im 40-Grad-Winkel angebracht sind, eröffnen einen atemberaubenden Ausblick auf Rio de Janeiro.

 

Volle Fahrt voraus: Das Hotel Burj al Arab in Dubai

Hotel Burj al Arab in Dubai

© Unsplash / Christoph Schulz, https://unsplash.com/photos/aEiu9nilN_c; Hotel Burj al Arab in Dubai

 

Mit seinen 321 Metern Höhe ist das Burj al Arab das vierthöchste Hotelgebäude der Welt und eines der luxuriösesten Hotels überhaupt. Es beeindruckt durch seine exponierte Lage auf einer künstlichen Insel und die segelförmige Kubatur. 1994 bis 1999 vom Architekturbüro WS Atkins & Partner errichtet, sollte das bemerkenswerte Bauwerk von Anfang an eine Architekturikone werden. Die Form repräsentiert die Vergangenheit Dubais als Seehandelszentrum und die Ausrichtung des Emirats auf die Zukunft. Neben den klassischen Baumaterialien Beton, Glas und Stahl verbauten die Architekten 13.000 Kubikmeter Carrara-Marmor, 12.000 Kubikmeter brasilianischen Granit sowie 8.000 Quadratmeter Blattgold.

 

Im Zeichen der Harmonie: Das Nationalstadion in Peking

Nationalstadion Peking

© Pixabay / designerpoint, https://pixabay.com/de/peking-olympiade-vogelnest-522094/; Nationalstadion Peking

 

Für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking sollte nicht nur ein Stadion entstehen, sondern ein neues Wahrzeichen für die Megastadt. Der Entwurf des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron gewann den Zuschlag: In nur fünf Jahren errichteten sie ein Bauwerk, das mit seinen 42.000 Tonnen schweren verschlungenen Stahlbändern an ein Vogelnest erinnert. Die Architekten griffen dabei auf Formen aus dem chinesischen Scherenschnitt und der Töpferkunst zurück. Doch ihre Idee ging noch weiter: Zusammen mit dem unweit gelegenen National Swimming Center bildet das Stadion eine perfekte Harmonie – sie repräsentieren die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft.

Natur in der Architektur: Das ArtScience Museum in Singapur

ArtScience Museum in Singapur

© Pixabay / akenarinc, https://pixabay.com/de/marina-bay-singapur-ao-stadt-1435072/; ArtScience Museum in Singapur

 

Zehn gigantische Blütenblätter ragen seit 2011 in der modernen Marina Bay von Singapur in die Höhe. An ihren Spitzen, die bis zu 60 Meter hoch sind, bringen Dachfenster viel Tageslicht ins Innere. Zusammen bilden die Strukturen eine Lotusblüte, in deren Zentrum sich das ArtScience Museum verbirgt. Es ist zudem umgeben von einem riesigen Seerosenteich. Bei dieser architektonischen Rekonstruktion einer Form aus der Natur setzten Safdie Architects auch auf Nachhaltigkeit. Das Regenwasser wird in einem Reflexionsbecken gesammelt, aufbereitet und in den Waschräumen des Museums verwendet. Nachts erstrahlt das Gebäude in bunten Lichtern und zeigt Projektionen von Dalí bis Harry Potter.

 

Urbanes Design im XXL-Format: Die neue Markthalle in Rotterdam

Markthalle in Rotterdam

© Pixabay / vzoest0, https://pixabay.com/de/rotterdam-markthalle-licht-lichter-547649/; Markthalle in Rotterdam

 

Im Jahr 2014 eröffnete das neue Wahrzeichen von Rotterdam: die hochmoderne, futuristisch anmutende Markthalle, die ein Hybridbau mit einer Fläche von 100.000 Quadratmetern ist. Hybrid deshalb, weil das Gebäude Gastronomie, Handel und Wohnen kombiniert. Das typischerweise erhöhte Dach einer Markthalle besteht hier nicht aus Stahl und Glas, sondern aus Wohnungen, die sich bogenförmig um den zentralen Platz schmiegen. Vorder- und Rückseite des Gebäudes haben die Architekten von MVRDV mit einer flexiblen, abgehängten Glasfassade verkleidet: ein Kontrast zwischen maximaler Transparenz und minimaler Struktur. An den Innenwänden rund um den Platz erstrahlt ein farbenfrohes Kunstwerk – es ist das größte der Niederlande.

 

Über diese fünf bemerkenswerten Bauwerke hinaus gibt es eine Reihe weiterer verrückter Gebäude, zu denen u.a. auch das erwähnte National Swimming Center in Peking gehört. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag „Die 10 verrücktesten Gebäude der Welt“.

 


 

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